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unbemannte Fluggeräte

Symbolbild Modellflugzeug

unbemannte Fluggeräte

 

Ein unbemanntes Fluggerät ist ein Luftfahrzeug, das ohne eine an Bord befindliche Besatzung betrieben wird. Hierzu zählen neben unbemannten Luftfahrzeugsystemen (Flugmodelle und sogenannte Drohnen) auch unbemannte Fessel- und Freiballone.

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    Mit Gültigkeitsbeginn der neuen VO (EU) 2019/947 zum 01.01.2021 wurde der Betrieb von unbemannten Luftfahrzeugsystemen (unmanned aircraft system - UAS) europarechtlich neu geregelt.

    Der Betrieb von UAS wird in drei Betriebskategorien unterteilt:

    • offen
    • speziell
    • zulassungspflichtig
       

    Der Betrieb von UAS erfolgt in der offenen Kategorie:

    • in Sichtweite des Fernpiloten
    • bis zu 25 Kilogramm maximale Startmasse (MTOM)
    • bei Betrieb von UAS ab 250 g MTOM: durch einen Fernpiloten, der das 16. Lebensjahr vollendet hat
    • nicht zum Transport von gefährlichen Gütern oder zum Abwerfen von Gegenständen
    • bis zu einer Flughöhe von 120 Meter über Grund (AGL)
    • in einer sicheren Entfernung zu Menschen und nicht über Menschenansammlungen
       

    Dabei wird in der offenen Kategorie in drei Unterkategorien unterschieden:

    • A1 – Betrieb von UAS bis 900 g MTOM, kein Überflug von Menschenansammlungen und direkten Überflug über unbeteiligte Personen vermeiden bzw. ausschließen
    • A2 – Betrieb von UAS bis 4 kg MTOM, kein Überflug von unbeteiligten Personen und horizontalen Sicherheitsabstand von mindestens 30 m zu unbeteiligten Personen einhalten (im Langsamflugmodus horizontaler Sicherheitsabstand von mindestens 5 m einhalten)
    • A3 – Betrieb von UAS bis 25 kg MTOM, von Menschen wegfliegen und eine Gefährdung von Personen ausschließen sowie horizontalen Sicherheitsabstand von mindestens 150 m zu Wohn-, Gewerbe-, Industrie- oder Erholungsgebieten einhalten
       

    Sofern alle oben genannten Betriebsgrenzen der offenen Kategorie eingehalten werden, bedarf der Betrieb keiner Betriebsgenehmigung – selbst wenn der dieser zu gewerblichen Zwecken erfolgt.

    Es muss jedoch in jedem Fall eine gültige Luftfahrzeughalterhaftpflichtversicherung vorhanden sein, der Fernpilot muss sich registriert haben (bei Nutzung von UAS ab 250 g MTOM) und Inhaber eines EU-Kompetenznachweises (Betrieb von UAS in A1 ab 250 g MTOM oder A3) oder EU-Fernpilotenzeugnisses (Betrieb von UAS in A2) sein.

    Sofern eine dieser o. g. Voraussetzungen für einen Betrieb in der offenen Kategorie nicht erfüllt ist, operiert der Betreiber in der speziellen Kategorie. Vor Aufnahme des Betriebs in der speziellen Kategorie ist eine Betriebsgenehmigung oder ein LUC-Zeugnis nach Art. 5 i. V. m. Art. 12 bzw. UAS.LUC.060 der VO (EU) 2019/ 947 einzuholen, sofern nicht die Nutzung eines Standardszenarios nach Anlage 1 dieser Verordnung erklärt werden kann. Zuständige Behörde für die Entgegennahme der Erklärung über die Nutzung eines Standardszenarios und die Erteilung einer  Betriebsgenehmigung für die spezielle Kategorie oder eines LUC-Zeugnisses ist das Luftfahrtbundesamt.

    Der UAS-Betrieb gilt als zulassungspflichtig, wenn das UAS über Menschenansammlungen betrieben wird, Menschen befördert oder gefährliche Güter transportiert werden.

    Nähere Informationen zum Erwerb des EU-Kompetenznachweises und des EU-Fernpilotenzeugnisses, zur Onlineregistrierung sowie zum Betrieb in der speziellen und zulassungspflichtigen Kategorie finden Sie auf dem Internetauftritt des zuständigen Luftfahrtbundesamtes. Informationen zum Betrieb im kontrollierten Luftraum stehen Ihnen auf dem Internetauftritt der Deutschen Flugsicherung GmbH zur Verfügung.

    Sowohl beim Betrieb in der offenen, als auch in der speziellen Kategorie, sind die besonderen Beschränkungen der sogenannten geografischen UAS-Gebiete nach Art. 15 VO (EU) 2019/ 947 zu beachten.

    Mit Inkrafttreten des „Gesetzes zur Anpassung nationaler Regelungen an die Durchführungsverordnung (EU) 2019/947 der Kommission vom 24. Mai 2019 über die Vorschriften und Verfahren für den Betrieb unbemannter Luftfahrzeuge“ zum 18.06.2021 wurde der Abschnitt 5a der Luftverkehrs-Ordnung, welcher den Betrieb von UAS in geografischen UAS-Gebieten regelt, neu gefasst.

    Nunmehr sind die besonderen Bedingungen und Voraussetzungen, unter denen UAS in geografischen UAS-Gebieten betrieben werden dürfen, unmittelbar und abschließend in § 21h Abs. 3 LuftVO aufgeführt. Einer Erlaubnis der Landesluftfahrtbehörde bedarf es hierzu nicht mehr.

    Sofern also in der offenen Kategorie geflogen wird und die neuen Regeln zu den geografischen UAS-Gebieten beachtet werden, kann der Betrieb erlaubnisfrei durchgeführt werden.

    Die neuen Regeln des § 21h Abs. 3 LuftVO zum Betrieb von UAS in geografischen UAS-Gebieten finden Sie auf der Seite des Bundesamtes für Justiz: Gesetze-im-Internet.

      

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    Die Nutzung des Luftraums mit bzw. das Auflassen von unbemannten Fesselballonen bedarf der Erlaubnis, wenn sie mit einem Halteseil von mehr als 30 Metern Länge gehalten werden (§ 20 Abs. 1 Nr. 3 LuftVO).

    Für unbemannte Fesselballone kann immer nur eine Aufstiegserlaubnis im Einzelfall erteilt werden. Die erteilte Genehmigung ist zeitlich und räumlich eng begrenzt und kann nicht erweitert oder verlängert werden. Somit muss grundsätzlich für jeden Aufstieg, insbesondere bei Wechsel des Aufstiegsortes, im Freistaat Thüringen eine entsprechende Erlaubnis beantragt werden.

    Diese ist ausschließlich mit dem auf dieser Seite bereitgestellten Formular „Antrag auf Erteilung einer Einzelgenehmigung zum Aufstieg eines unbemannten Fesselballons“ und unter Vorlage der in diesem Formular genannten Dokumente/ Nachweise zu beantragen.

    Stellen Sie Ihren Antrag zeitgerecht und beachten Sie dabei, dass die Bearbeitungszeit bis zu 14 Tage betragen kann.

    Die Anträge sind postalisch einzureichen bei: 

    Thüringer Landesverwaltungsamt
    Referat 520 - Luftverkehr
    Jorge-Semprún-Platz 4
    99423 Weimar  

    oder per Mail an: sirko.littau@tlvwa.thueringen.de

     

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    Unbemannte Freiballone werden klassifiziert als :

    a) leicht: ein unbemannter Freiballon mit einer Nutzlast von einem oder mehr Paketen mit einer Gesamtmasse von weniger als 4 kg, sofern er nicht gemäß Buchstabe c Nummer 2, 3 oder 4 als schwerer Ballon einzustufen ist, oder

    b) mittelschwer: ein unbemannter Freiballon mit einer Nutzlast von zwei oder mehr Paketen mit einer Gesamtmasse von 4 kg bis unter 6 kg, sofern er nicht gemäß Buchstabe c Nummer 2, 3 oder 4 als schwerer Ballon einzustufen ist, oder

    c) schwer: ein unbemannter Freiballon mit einer Nutzlast:

    1. mit einer Gesamtmasse von 6 kg oder mehr oder
    2. mit einem Paket mit einer Masse von 3 kg oder mehr oder
    3. mit einem Paket mit einer Masse von 2 kg oder mehr und einer Flächendichte von mehr als 13 g je Quadratzentimeter, die durch Division der Gesamtmasse in Gramm des Nutzlastpakets durch die Fläche in Quadratzentimetern seiner kleinsten Oberfläche ermittelt wird, oder
    4. bei der ein Seil oder eine andere Vorrichtung zur Befestigung der Nutzlast verwendet wird, die für die Loslösung der angehängten Nutzlast vom Ballon eine Zugkraft von 230 N oder mehr erfordert.

    Geregelt ist der Betrieb von unbemannten Freiballonen in der Anlage 2 zum Anhang I der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 923/2012. Ein unbemannter Freiballon darf nur dann betrieben werden, wenn beim Auftreffen des Ballons oder eines Teils davon, einschließlich der Nutzlast, auf die Erdoberfläche Personen oder Sachen nicht gefährdet werden.

    Der Betrieb eines mittelschweren oder schweren unbemannten Freiballons bedarf zunächst der Genehmigung der Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS). Ebenso jeglicher Betrieb innerhalb von Flugplatzkontrollzonen.

    Der Aufstieg von unbemannten Freiballonen im Freistaat Thüringen bedarf immer der Erlaubnis der Landesluftfahrtbehörde (§ 20 Abs. 1 Nr. 6 LuftVO).

    Diese ist ausschließlich mit dem Formular „Antrag auf Erteilung einer Aufstiegserlaubnis für einen unbemannten Freiballon (Wetterballon)“ und unter Vorlage der in diesem Formular genannten Dokumente/Nachweise zu beantragen.

    Stellen Sie Ihren Antrag zeitgerecht und beachten Sie dabei, dass die Bearbeitungszeit bis zu 14 Tage betragen kann.

    Die Anträge sind postalisch einzureichen bei: 

    Thüringer Landesverwaltungsamt
    Referat 520 - Luftverkehr
    Jorge-Semprún-Platz 4
    99423 Weimar  

    oder per Mail an: sirko.littau@tlvwa.thueringen.de

     

Kontakt

Ansprechpartner

Sirko Littau
Telefon: 0361 57332 1498
Fax: 0361 57332 1462
sirko.littau@tlvwa.thueringen.de

 

       

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