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Planmäßiger Wechsel bei Leitung der Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) des Freistaats Thüringen in Suhl


Erstellt von Adalbert Alexy

Heute (26. August 2021) ernannte der Präsident des Landesverwaltungsamtes, Frank Roßner, Herrn Alexander Theus mit Wirkung zum 1. September zum neuen Leiter des Referates „Erstaufnahmeeinrichtung Suhl“. Er folgt auf Marianne Leffler (bis August 2020) und Björn Christian Paterok (bis August 2021).

Die Einrichtung in Suhl wurde zunächst im Jahre 2014 als Außenstelle der damaligen EAE Eisenberg errichtet. Im Jahr 2017 erfolgte dann per Kabinettsbeschluss die Umwandlung des Standortes Suhl zur zentralen EAE für Thüringen.

Gleichzeitig wurde heute der bisherige Leiter Björn Christian Paterok verabschiedet, der im Rahmen eines erfolgreichen Bewerbungsverfahren in ein anderes Bundesland wechselt. 
Herr Paterok war im Jahr 2015 als Verstärkung aus dem Thüringer Innenministerium zum Landesverwaltungsamt gewechselt. 
Er hat durch seine engagierte und kompetente Arbeit wesentlich dazu beigetragen, dass die seinerzeitigen außerordentlichen Herausforderungen im Bereich der Migration erfolgreich in Thüringen bewältigt werden konnten.
Seit März 2020 war er mit der Wahrnehmung der Leitung der EAE beauftragt.

„Für die verantwortungsvolle und komplexe Aufgabe als Leiter dieses Referates haben wir mit Alexander Theus einen sehr qualifizierten Kollegen mit ausgewiesener fachlicher Expertise und jahrelanger Erfahrung im Bereich der Flüchtlingsaufnahme gewinnen können“, freute sich Präsident Roßner bei der Übergabe der Ernennungsurkunde.

Ihm kommen dabei die in seiner früheren Tätigkeit gesammelten Kontakte und Erfahrungen sehr zugute. 
Alexander Theus war zuvor im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in der Außenstelle Suhl als Referent tätig. 
„Ich freue mich auf die herausfordernde Aufgabe im Bereich des Flüchtlingsmanagements des Freistaats Thüringen, die ich zusammen mit meinem Stellvertreter Michael Möwes und dem gesamten Team der EAE erfolgreich gestalten und verwirklichen möchte. Ich sehe einer guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit allen Beteiligten in der Einrichtung und der Stadt Suhl entgegen“, so der künftige Leiter der EAE Suhl. 

Hintergrundinformation:

Die „Erstaufnahmeeinrichtung Suhl“ wurde 2014 zunächst als unselbständige Außenstelle der EAE Eisenberg eingerichtet. Ende 2017 wurden alle temporären Standorte für EAEs in Thüringen geschlossen und die neue EAE Suhl errichtet. Der Standort Eisenberg blieb optional als Außenstelle erhalten.
Seit April 2018 wird die EAE Suhl als eigenständiges Referat des Landesverwaltungsamtes geführt. Sie ist die zentrale Erstaufnahmeeinrichtung des Freistaats Thüringen.

Erste Leiterin war Marianne Leffler. Björn Christian Paterok übernahm im März 2020 zunächst die Krankheitsvertretung für Frau Leffler und nach deren Dienstende ab September 2020 bis heute die Wahrnehmung der Aufgaben des Leiters der Einrichtung.

Die Asylsuchenden und Geflüchteten werden nach ihrer Ankunft in Deutschland und der Verteilung auf die Bundesländer nach dem Königsteiner Schlüssel in Thüringen zunächst in der EAE Suhl untergebracht, versorgt und betreut. Dort findet neben der Registrierung und erkennungsdienstlichen Erfassung auch eine Gesundheitsuntersuchung statt. 

Die Versorgung und Betreuung der Asylsuchenden und Geflüchteten übernehmen, wie bundesweit üblich, Dienstleister, die für die verschiedenen anfallenden Aufgaben wie Alltagsbetreuung, Ordnungsdienst, Verpflegung, soziale Betreuung und medizinische Versorgung vom Land nach entsprechenden Ausschreibungsverfahren beauftragt wurden.

Nach der üblicherweise nicht länger als vier bis sechs Wochen dauernden Unterbringung werden die Asylsuchenden und Geflüchteten gemäß dem Asyl- und Flüchtlingsaufnahmegesetz unter Zugrundelegung eines Bevölkerungsschlüssels auf die Landkreise und kreisfreien Städte verteilt. Eine Ausnahme von dieser Verteilung ist die Stadt Suhl, die wegen der sich dort befindlichen EAE momentan grundsätzlich keine Asylbewerber und Geflüchteten zugeteilt bekommt. 
Die landesweite Zuständigkeit für die Steuerung, Planung und Durchführung der Verteilung liegt beim Landesverwaltungsamt.

In der Erstaufnahmeeinrichtung werden den Asylsuchenden und Geflüchteten nach dem Asylbewerberleistungsgesetz Sachleistungen zur Deckung des Bedarfs an Ernährung, Unterkunft, Kleidung, Gesundheitspflege sowie Gebrauchs- und Verbrauchsgütern des Haushalts gestellt. Zusätzlich erhalten sie Geldleistungen in Form von Taschengeld, zur Deckung persönlicher Bedürfnisse des täglichen Lebens. 

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