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Fliegende Bauten

Fliegende Bauten: Riesenrad Willenborg

Fliegende Bauten

       

Fliegende Bauten sind Bauliche Anlagen, die geeignet und bestimmt sind, an verschiedenen Orten wiederholt aufgestellt und zerlegt zu werden. Baustelleneinrichtungen und Baugerüste sind keine Fliegenden Bauten. Genehmigungspflichtige Fliegende Bauten bedürfen, bevor sie erstmals aufgestellt und in Gebrauch genommen werden, einer Ausführungsgenehmigung. Die Ausführungsgenehmigung wird vom Thüringer Landesverwaltungsamt erteilt, soweit der Antragsteller seine Hauptwohnung oder seine gewerbliche Niederlassung in Thüringen hat oder, wenn der Antragsteller seine Hauptwohnung oder seine gewerbliche Niederlassung außerhalb der Bundesrepublik Deutschland hat, der Fliegende Bau in Thüringen erstmals aufgestellt und in Gebrauch genommen werden soll.

Zu den Fliegenden Bauten gehören z. B. Tribünen, Bühnen, Reklametürme, Zelthallen, Zirkuszelte, Tragluftbauten, Fahrgeschäfte (Riesenräder, Karusselle), Belustigungsgeschäfte (Irrgärten), sowie Ausspielungs- und Verkaufsgeschäfte.

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    Die hier angeführten Rechtsgrundlagen gelten in der jeweils gültigen Fassung:

    • die Genehmigung Fliegender Bauten ist in § 75 der Thüringer Bauordnung (ThürBO) geregelt
    • in der Verwaltungsvorschrift für Fliegende Bauten (FlBauVwV) sind weitere Festlegungen, z. B. zu den erforderlichen Bauvorlagen für die Erteilung einer Ausführungsgenehmigung enthalten
    • für den Bau und Betrieb Fliegender Bauten ist die Richtlinie über den Bau und Betrieb Fliegender Bauten (FlBauR) maßgebend
    • zur Erstellung der erforderlichen Bauvorlagen sind die DIN EN 13782 (Zelte) und die DIN EN 13814 (Fliegende Bauten und Anlagen für Veranstaltungsplätze und Vergnügungsparks), in Verbindung mit den betreffenden Fachnormen der Eurocodes zu beachten

     

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    Die Genehmigungsfreiheit gilt für:

    • Fliegende Bauten mit einer Höhe bis zu 5 m, die nicht dazu bestimmt sind, von Besuchern betreten zu werden
    • Fliegende Bauten mit einer Höhe bis zu 5 m, die für Kinder betrieben werden und eine Geschwindigkeit von höchstens 1 m/s haben
    • Bühnen, die Fliegende Bauten sind, einschließlich Überdachungen und sonstigen Aufbauten mit einer Höhe bis zu 5 m, einer Grundfläche bis zu 100 m² und einer Fußbodenhöhe bis zu 1,50 m
    • erdgeschossige Zelte und betretbare Verkaufsstände, die Fliegende Bauten sind, jeweils mit einer Grundfläche bis 75 m²
    • aufblasbare Spielgeräte mit einer Höhe des betretbaren Bereichs von bis zu 5 m oder mit überdachten Bereichen, bei denen die Entfernung zum Ausgang nicht mehr als 3 m, sofern ein Absinken der Überdachung konstruktiv verhindert wird, nicht mehr als 10 m, beträgt

    Die Genehmigungspflicht ergibt sich demzufolge für alle hier nicht aufgeführten Anlagen.

      

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    • Bau- und Betriebsbeschreibungen
    • Bauzeichnungen auf Papier, auf Gewebe oder aus gleichwertigem Material (übersichtliche Darstellung der gesamten Anlage z. B. im Maßstab 1:100 oder 1:50
    • Einzelzeichnungen der tragenden Bauteile und deren Verbindungen z. B. im Maßstab 1:10 oder 1:5
    • baustatische Nachweise sowie die Sicherheitsnachweise über die maschinentechnischen Teile und elektrischen Anlagen
    • Prinzipschaltpläne für elektrische, hydraulische oder pneumatische Anlagenteile oder Einrichtungen
    • Zeichnungen über die Anordnung der Rettungswege und deren Abmessungen mit rechnerischem Nachweis für Zelte mit mehr als 400 Besucherplätzen

    Die Bauvorlagen sind nach § 23 Abs. 1 des Thüringer Verwaltungsverfahrensgesetzes in deutscher Sprache vorzulegen.

       

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    Die Ausführungsgenehmigung wird für eine bestimmte Frist erteilt, die höchstens fünf Jahre betragen soll. Sie kann auf schriftlichen Antrag von der für die Ausführungsgenehmigung zuständigen Behörde jeweils bis zu fünf Jahre verlängert werden, wenn das der Inhaber vor Ablauf der Frist schriftlich beantragt. Sie kann auch rückwirkend verlängert werden, wenn der Antrag vor Fristablauf bei der zuständigen Behörde eingegangen ist. Die Ausführungsgenehmigungen und die Verlängerungen ihrer Frist werden in ein Prüfbuch eingetragen.

     

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    Der Inhaber der Ausführungsgenehmigung hat den Wechsel seines Wohnsitzes oder seiner gewerblichen Niederlassung oder die Übertragung eines Fliegenden Baus an Dritte (Übertragungsgenehmigung) der Bauaufsichtsbehörde anzuzeigen, die die Ausführungsgenehmigung erteilt hat. Die Behörde hat die Änderungen in das Prüfbuch einzutragen und sie, wenn mit den Änderungen ein Wechsel der Zuständigkeit verbunden ist, der nunmehr zuständigen Behörde mitzuteilen.

     

Kontakt

Ansprechpartner

Andreas Krex
Telefon: 0361 57332 1965
Fax: 0361 57332 1961
fliegende.bauten@tlvwa.thueringen.de

 

           

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