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Führen des Verzeichnisses der Berufsausbildungsverhältnisse

 

Die zuständige Stelle nach BBiG ist verpflichtet ein Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse zu führen, in das jeder Ausbildungsvertrag im Zuständigkeitsbereich einzutragen ist.

Dieses dient uns als Grundlage für die Überwachung der Durchführung der Berufsausbildung sowie der Planung von Zwischen- und Abschlussprüfungen.

Ausbildende haben unverzüglich nach Abschluss des Berufsausbildungsvertrages die Eintragung in das Verzeichnis zu beantragen. Gleiches gilt bei wesentlichen Änderungen des Inhalts des Ausbildungsvertrages.

Die Eintragung eines Ausbildungsverhältnisses ist von uns vorzunehmen, wenn

1. der Berufsausbildungsvertrag dem BBiG und der entsprechenden Ausbildungsordnung entspricht,

2. die persönliche und fachliche Eignung des Ausbildungspersonals sowie die Eignung der Ausbildungsstätte für das Einstellen und Ausbilden vorliegen und

3. für Auszubildende unter 18 Jahren die ärztliche Bescheinigung über die Erstuntersuchung nach § 32 Absatz 1 des Jugendarbeitsschutzgesetzes zur Einsicht vorgelegt wird.
 

Darüber hinaus ist die Eintragung in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung.

Für eine Eintragung eines Ausbildungsverhältnisses reichen Sie bitte folgende Unterlagen ein:

     

     

Kontakt

Beraterin nach Berufsbildungsgesetz

Nicole Blankenburg
Telefon: 0361 57332 1229
Fax: 0361 57332 1234
nicole.blankenburg@tlvwa.thueringen.de 

 

Berufsausbildungsverträge

 

Wer andere Personen zur Berufsausbildung einstellt (Ausbildende), hat mit dem Auszubildenden einen schriftlichen Berufsausbildungsvertrag zu schließen. Ausbildende haben den Auszubildenden und deren gesetzlichen Vertretern eine unterzeichnete Ausfertigung des Vertrages auszuhändigen.

Ein Umschulungsverhältnis kommt in Frage, wenn der Umzuschulende vorher bereits beruflich tätig war. Ein Berufsabschluss für diese Tätigkeit ist nicht erforderlich. Nimmt jemand im unmittelbaren Anschluss an seine Berufsausbildung erneut eine Berufsausbildung auf, ist diese Maßnahme Berufsausbildung (Zweitausbildung) und nicht Umschulung. Das Gleiche gilt, wenn er die Berufsausbildung aufgibt und sich in einem anderen Beruf ausbilden lässt. Die Abgrenzung, ob eine Umschulung oder eine Berufsausbildung vorliegt ist wichtig, weil nur im Falle der Berufsausbildung die §§ 10 - 26 BBiG zur Anwendung kommen. Die Beteiligung eines weiteren Kostenträgers oder Rehabilitationsträgers (z. B. Arbeitsamt, Bund) ist für das Zustandekommen eines Umschulungsverhältnisses unerheblich. Bei Wiedereingliederung von Soldaten auf Zeit werden in den Ausbildungsberufen Umschulungsverträge geschlossen.

  

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    Erstuntersuchung (§ 32 JArbSchG)

    Ein Jugendlicher, der in das Berufsleben eintritt, darf nur beschäftigt werden, wenn er innerhalb der letzten vierzehn Monate von einem Arzt untersucht worden ist (Erstuntersuchung) und dem Arbeitgeber eine von diesem Arzt ausgestellte Bescheinigung vorliegt.

     

    Erste Nachuntersuchung (§ 33 JArbSchG)

    Ein Jahr nach Aufnahme der ersten Beschäftigung hat sich der Arbeitgeber die Bescheinigung eines Arztes darüber vorlegen zu lassen, dass der Jugendliche nachuntersucht worden ist (erste Nachuntersuchung). Die Nachuntersuchung darf nicht länger als drei Monate zurückliegen. Der Arbeitgeber soll den Jugendlichen neun Monate nach Aufnahme der ersten Beschäftigung nachdrücklich auf den Zeitpunkt, bis zu dem der Jugendliche ihm die ärztliche Bescheinigung vorzulegen hat, hinweisen und ihn auffordern, die Nachuntersuchung bis dahin durchführen zu lassen.

    Legt der Jugendliche die Bescheinigung nicht nach Ablauf eines Jahres vor, hat ihn der Arbeitgeber innerhalb eines Monats unter Hinweis auf das Beschäftigungsverbot schriftlich aufzufordern, ihm die Bescheinigung vorzulegen. Je eine Durchschrift des Aufforderungsschreibens hat der Arbeitgeber dem Personensorgeberechtigten und dem Betriebs- oder Personalrat zuzusenden.

    Der Jugendliche darf nach Ablauf von 14 Monaten nach Aufnahme der ersten Beschäftigung nicht weiterbeschäftigt werden, solange er die Bescheinigung nicht vorgelegt hat.

     

    Löschung aus dem Verzeichnis bei Fehlen der Bescheinigung (§ 35 Abs. 2 BBiG)

    Die Eintragung aus dem Verzeichnis der Berufsausbildungsverträge ist zu löschen, wenn die ärztliche Bescheinigung über die erste Nachuntersuchung nicht spätestens zur Zwischenprüfung vorliegt.

    Die Bescheinigung über die erste Nachuntersuchung (§ 33 JArbSchG) ist grundsätzlich zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres, spätestens jedoch vor der Zwischenprüfung vorzulegen.

     

    Bitte legen Sie der zuständigen Stelle die Bescheinigung über die Nachuntersuchung rechtzeitig vor!

     

    Rechtsgrundlagen

      

   

 

Es stehen Ihnen zwei Musterausbildungsverträge zur Verfügung. Diese sind dem Geltungsbereich der Tarifverträge zugeordnet.

Die Grundeinstellung der Verträge enthält die Formulierungen in der weiblichen Fassung. Diese können durch Anklicken der zu verändernden grau hinterlegten Wörter entsprechend umformuliert werden. 

     

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