Zur Hauptnavigation . Zum Seiteninhalt

Eignung von Ausbildungs- und Umschulungsstätten

 

Azubis dürfen nur eingestellt und ausgebildet werden,
1. wenn die Ausbildungsstätte nach Art und Einrichtung für den Ausbildungsberuf geeignet ist und
2. wenn die Zahl der Azubis in angemessenem Verhältnis zur Zahl der Ausbildungsplätze und zur Zahl der beschäftigten Fachkräfte steht.
3. Wenn die erforderliche berufliche Handlungsfähigkeit nicht vermittelt werden kann, gilt eine Ausbildungsstätte als geeignet, wenn diese durch Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte vermittelt werden können (bspw. durch Kooperationen mit anderen Bädern) – diese Maßnahmen müssen ausdrücklich im Ausbildungsvertrag vereinbart werden. Eine Kopie einer dementsprechenden Kooperationsvereinbarung ist mit dem Antrag auf Eintragung in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse vorzulegen.

Wo erstmals ausgebildet oder nach längerer Unterbrechung ausgebildet werden soll, erfolgt vorher eine Eignungsfeststellung vor Ort.
 

1. Die Ausbildungsstätte muss nach Art und Einrichtung für die Berufsausbildung geeignet sein

  • Art und Einrichtung müssen gewährleisten, dass die Kenntnisse und Fertigkeiten entsprechend der Ausbildungsordnung vermittelt werden können.
  • Es müssen geeignete Einrichtungen und Ausstattungen vorhanden sein.
  • Es müssen Ausbildungsplätze und –einrichtungen vorhanden sein, die eine unabhängige Ausbildung auch außerhalb der betrieblichen Abläufe ermöglichen.
  • Es muss eine angemessene Zahl an Ausbildungsplätzen für die Auszubildenden vorhanden sein.
  • Es muss eine Ausbildung gewährleistet werden, die die Auszubildenden vor Gefährdungen ausreichend schützt.

Unter Ausbildungsplatz ist grundsätzlich ein Ort innerhalb der Ausbildungsstätte zu verstehen, an dem ein Auszubildender kraft Ausstattung und personeller Besetzung in einem bestimmten Ausbildungsberuf ausgebildet werden kann.
 

2. Die Zahl der Auszubildenden muss in einem angemessenen Verhältnis zur Zahl der Ausbildungsplätze oder zur Zahl der beschäftigten Fachkräfte stehen, es sei denn, dass anderenfalls die Berufsausbildung nicht gefährdet wird

Gemäß der Empfehlung des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung zur Eignung der Ausbildungsstätten gilt als angemessenes Verhältnis der Zahl der Auszubildenden zur Zahl der Fachkräfte folgende Relation:

1 - 2 Fachkräfte für 1 Auszubildenden
3 - 5 Fachkräfte für 2 Auszubildende
6 - 8 Fachkräfte für 3 Auszubildende
je weitere 3 Fachkräfte für jeden weiteren Auszubildenden

Diese Relation muss kontinuierlich während der gesamten Ausbildungsdauer vorhanden sein.
 

3. Eine Ausbildungsstätte gilt als geeignet, wenn die erforderlichen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, die nicht im vollen Umfang vermittelt werden können, durch Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte abgesichert werden

Hier kommt vor allem die Verbund- bzw. Gastausbildung in Betracht. Die Lücke in der Vermittlung der erforderlichen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten muss durch eine geeignete Ausbildungsmaßnahme außerhalb der Ausbildungsstätte geschlossen werden. Vor Beginn der Ausbildung ist zu klären, wer als Ausbildungspartner zur Verfügung steht.

     

     

Kontakt

Beraterin nach Berufsbildungsgesetz

Nicole Blankenburg
Telefon: 0361 57332 1229
Fax: 0361 57332 1234
nicole.blankenburg@tlvwa.thueringen.de 

 

Der Freistaat Thüringen in den sozialen Netzwerken: