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Bearbeiten von Anträgen auf Veränderung der Ausbildungszeit

 

Abkürzung

Die zuständige Stelle kann unter bestimmten Voraussetzungen die Ausbildungszeit kürzen. Auf gemeinsamen Antrag des Ausbildenden und des Auszubildenden hat die zuständige Stelle die Ausbildungszeit zu kürzen, wenn zu erwarten ist, dass das Ausbildungsziel auch in der gekürzten Zeit erreicht wird. Der Antrag auf Kürzung der Ausbildungszeit soll möglichst bei Vertragsschluss, spätestens jedoch so rechtzeitig beantragt werden, dass noch mindestens ein Jahr Ausbildungszeit verbleibt. Es muss glaubhaft dargelegt werden, dass das Ausbildungsziel in der gekürzten Zeit erreicht werden kann. Dies kann bspw. durch Vorlage von (Berufs-)Schul- und Prüfungszeugnissen, Leistungsbeurteilungen, Berufsausbildungsverträgen und betrieblichen Ausbildungsplänen erfolgen. Bei Nachweis der Fachhochschulreife, der allgemeinen Hochschulreife oder einer abgeschlossenen Berufsausbildung bzw. auf den jeweiligen Ausbildungsberuf gerichtete Berufsvorbereitungsmaßnahme kann die reguläre Ausbildungsdauer bis zu 12 Monate gekürzt werden. Wird ein Antrag im Laufe der letzten 12 Monate der Ausbildung gestellt, kommt vorrangig ein Antrag auf vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung in Betracht. Mehrere Verkürzungsgründe können nebeneinander berücksichtigt werden.

Die Ausbildungsdauer soll folgende Mindestzeiten nicht unterschreiten:

Regelausbildungszeit             Mindestzeit der Ausbildung

3 ½ Jahre                               24 Monate
3 Jahre                                   18 Monate
2 Jahre                                   12 Monate

Über jede andere Verkürzung der Berufsausbildung entscheidet die zuständige Stelle im Einzelfall.

 

Verlängerung

In Ausnahmefällen kann die zuständige Stelle auf Antrag Auszubildender die Ausbildungszeit verlängern, wenn die Verlängerung erforderlich ist, um das Ausbildungsziel zu erreichen. Vor der Entscheidung sind die Ausbildenden zu hören. Folgende Gründe können eine Verlängerung eines Ausbildungsverhältnisses notwendig machen:

  • erkennbare schwere Mängel in der Ausbildung
  • Nichterreichen des Leistungszieles der Berufsschulklasse
  • längere, vom Auszubildenden nicht zu vertretende Ausfallzeiten (z.B. infolge Krankheit)
  • körperliche, geistige und seelische Behinderung des Auszubildenden, die dazu führen, dass das Ausbildungsziel nicht in der vereinbarten Ausbildungszeit erreicht werden kann
  • Betreuung des eigenen Kindes oder von pflegebedürftigen Angehörigen

Bei Entscheidungen über Verlängerungen der Ausbildungszeit werden von der Zuständigen Stelle die Prüfungstermine berücksichtigt.

Bestehen Auszubildende die Abschlussprüfung nicht, so verlängert sich das Berufsausbildungsverhältnis auf ihr Verlangen bis zur nächstmöglichen Wiederholungsprüfung, höchstens um ein Jahr (§ 21 Abs. 3 BBiG). Der Auszubildende verlangt die Verlängerung gegenüber dem Ausbildenden, worauf hin eine Vertragsverlängerung vereinbart wird.

 

     

     

Kontakt

Beraterin nach Berufsbildungsgesetz

Nicole Blankenburg
Telefon: 0361 57332 1229
Fax: 0361 57332 1234
nicole.blankenburg@tlvwa.thueringen.de 

 

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